August Wilhelm (von) Hofmann

Die neue Farbigkeit

Fam. HofmannGießen

Aug. Wilhelm, Vater Johann,  und  Friedrich Hofmann aus Gießen

August Wilhelm (von) Hofmann ( mit einem „F„! ) (* 8. April 1818 in Gießen; † 5. Mai 1892 in Berlin) war ein deutscher Chemiker. Von Hofmann ist der Wegbereiter für die Erforschung der Anilinfarbstoffe in England und Deutschland gewesen. Er hat eine Vielzahl wichtiger Umwandlungs-methoden in der organischen Chemie entwickelt und die Deutsche Chemische Gesellschaft gegründet.  Sein Vater war der Gießener Architekt Joh. Phil. Hofmann. Er hat u.a. die Bebauung auf der Ruineninsel im Steinfurter Bagno entworfen und das Laborgebäude für Justus von Liebig realisiert. Sein Bruder Friedrich Hofmann  war Leibarzt des Grafen. Bis zu diesem Zeitpunkt kannte man nur die aus Erdpigmenten gewonnenen Naturfarben, die an Leuchtkraft und Haltbarkeit zu wünschen übrig liessen. Die „Bagno-Attraktionen“ mußten häufig neu gestrichen werden. Dafür gab es die zwei Farbenhäuser. Eines hatte eine Marmormühle um die Grunndstoffe herzustellen. Weitere Bestandteile waren Kasein und Eiweiß was man ja aus der Landwirtschaft reichlich hatte. Bis zur industriellen Produktion moderner Farben und Lacke war Burgsteinfurt das Zentrum Nordeutscher Erdfarben. Man produzierte jedenfallls reichlich um davon noch etwas abgeben zu können.
Zur Abb.: meistverwendete Farben waren ein dunkles Pink (aus Eisenoxyd) und ein blaugrün (aus Grünspan).

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